part of my life
"Le Roi est mort.. vive le Roi" - Aber wenn der Gaul tot ist, ist er tot.
Gestern noch voller Zuversicht und heute ist alles vorbei. Ähnlich wie der Tod. Er kommt zu oft überraschend, sticht wie ein Messer dort, wo es nie mehr richtig heilen wird und überlässt dem Mensch seinem Schicksal.
Man sagt ja oft Männern hinterher, sie hätten eine lange Leitung. Nun, ich kann bestätigen: es trifft auch auf Frauen zu. Gut anderthalb Jahre hat es gedauert ehe die Einsicht kam. Und ich gebe zu, selbst da nur mit Nachdruck von aussen.
Was ist das schwerste daran? Die Erkenntnis wieder gefallen zu sein? Ich denke nicht, es war nicht der erste Fall. Aber es war/ist der, der die tiefsten Wunden hinterlässt. So ist das Leben leider! Leider?
Trude singt "so ein Abschied ist lang noch kein Tod". Trude, ich kann dir leider nicht Recht geben, so gern ich es tun würde, aber hier ist der Abschied wie ein kleiner Tod. Der Abschied von dem Menschen, der dich ohne Worte verstanden hat, der dich um deiner selbst Willen geliebt hat, doch, das ist wie ein Tod.
Die Akzeptanz ist das schwerste. Für mich ist und bleibt es sinnlos. Ich verstehe es nicht, aber ich muss es akzeptieren. So ist ein Ende immer. Der Eine will, der Andere nicht (mehr). Es wäre einfacher ein "greifbares" Ende zu haben. Wobei es das ja eigentlich gibt. Ich muss es (nur) akzeptieren.
"life goes on" - nun durchaus mit der Frage "for what it's worth". Vielleicht finde ich die Antwort irgendwann in mir selbst. In Jemand anderem werde ich gar nicht erst suchen. Es ist mein Leben und nur ich habe es in der Hand ob es ein glückliches wird oder ob es so vor sich hinplätschert.
Ich bin dankbar, meinem anderen Ich über den Weg gelaufen zu sein, diese Zeit hat mich geprägt, sie hat mir Dinge aufgezeigt, die ich vorher so nicht kannte. Sie hat mir gezeigt, dass ich mich tatsächlich Jemandem mit all meinen Höhen und besonders den Tiefen öffnen könnte ohne deswegen verurteilt zu werden.
"it is better to have loved and lost than never to have loved at all"
So schmerzlich der Abschied wird/ist, "ich bereue nichts" und ich bin unendlich dankbar, dass ich nach der langen Zeit endlich eine Antwort erhalten habe. Sie war nicht die, die ich gehofft hatte. Sie war nicht die, die ich gelebt habe/hätte. Aber es war eine Antwort.
Der Gaul ist tot. Der Reiter will ihn nicht. Ich hoffe, er findet sein Glück.
Ich werde ihn vermissen.